![]() |
|||||
![]() |
|||||
|
Der Tourenbericht Endlich Frühling, Zeit sich wieder auf die Fahrräder zu schwingen und durch grüne Felder, Wälder und Wiesen zu streifen und den Duft von Blumen und Kettenöl zu genießen. Für Ende April war daher eine Wochenendtour mit unseren Mountainbikes rund um Winterberg im Sauerland geplant. Am Samstagmorgen trafen wir, diesmal nur in kleiner Runde, aus allen Himmelsrichtungen, MiBi und Detlev aus Stuttgart, Stefan und ich aus dem Rheinland, pünktlich um 10.00 Uhr bei unserem Gastgeber in Winterberg-Grönebach ein. Winterberg machte seinem Namen alle Ehre. Zwar waren wir vorgewarnt, aber daß es Ende April mit dem Winter noch mal Ernst werden würde, damit hatten wir nicht gerechnet. Ab 700 m lag eine geschlossene Schneedecke.
Gut gestärkt durch einen leckeren Imbiß machten wir uns auf den Weg. Einer alten Tradition folgend, wurde nach den ersten Kilometern bereits die erste (und überraschenderweise letzte) Reparaturpause eingelegt und ausgiebig an Fahrradketten und Tachometern herumgebastelt. Durch Matsch und Schnee ging es weiter über Niedersfeld, Siedlinghausen und Elpe nach Bödefeld. Hier wurde auf
Hinweis unseres ortskundigen Führers eine erste Rast mit kulturellem Beiprogramm eingelegt. Markus zeigte uns in
der Kirche die „schwarze Hand von Bödefeld“, eine dort hinter Glas zur Schau gestellte mumifizierte Jahrhunderte alte Hand, um die sich allerlei schaurige Legenden ranken. Weiter ging es zum eigentlichen Höhepunkt der Tour, der Fahrt über die Hunau. Dummerweise lag dieser schöne Bergrücken mit seinen sehenswerten Hochmooren deutlich über der schicksalhaften 700-m-Marke und so wurde die Radtour unfreiwillig doch noch zu einem ausgiebigen Winterspaziergang. Der Schnee lag gut 30 cm dick auf den Wegen und setzte sich mit Vorliebe zwischen den Speichen fest, so daß nach wenigen Metern weiße Scheibenräder entstanden, die immer wieder freigeklopft werden mußten. Doch wer sein Fahrrad liebt, der schiebt und irgendwann war auch die Hunau bezwungen und Altastenberg erreicht. Zwar hat ein verschneiter Winterwald durchaus seine Reize, doch von nun an bevorzugten wir in dieser Höhenlage die geräumten Straßen. Ein touristisches Muß, wenn man schon mal in der Gegend ist, ist der Kahle Asten, der mit 841 m zweithöchste Berg Nordrhein-Westfalens. Von hier aus ging es hinab nach Winterberg, vorbei an der bekannten Bobbahn und der Sprungschanze. Letzter touristischer Tagespunkt war ein Abstecher zur Ruhrquelle, die zur allgemeinen Enttäuschung ein eher unspektakuläres Rinnsal freigab. Zurück in Grönebach stellten wir mit Hilfe des zur Verfügung gestekllten Hochdruckreiniger fest, daß unter den Schlammklumpen, auf denen wir den ganzen Tag unterwegs waren, tatsächlich noch Fahrräder steckten. Nachdem unsere Drahtesel versorgt waren, erhielten auch die Fahrer selbst eine medizinische Erstversorgung in Form eines herrlich heißen Grogs.
Über Küstelberg ging es, immer östlich von Winterberg haltend, durch den Glindfelder Wald ins Orketal. Da die Zeit am Sonntag leider begrenzt war, ging es nach einer kurzen Rast an der Ruine der Wernsdorfer Kirche wieder zurück über Elkeringhausen nach Grönebach. Hier wurden zunächst wieder unter den Augen der Nachbarschaft in erprobter Weise unsere Räder entschlammt, bevor wir uns mit einer guten Suppe stärken durften. Kaum waren wir wohlig satt, gab es nach dem Packen bereits wieder die nächste Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen. Mit einer solchermaßen, trotz Radfahrens, positiven Kalorienbilanz, mußten wir uns nach einem wieder einmal viel zu kurzen aber schönen Wochenende leider wieder auf den Heimweg machen. Herzlich Dank auch an dieser Stelle für die großartige Gastfreundschaft in Winterberg-Grönebach! |
|||||